Im Laufe des 12. Jahrhunderts erstarkten die Katharer und am Ende des 12. Jahrhunderts bildete sich um Petrus Waldes eine Gruppierung, die man als Waldenser bezeichnet. Beide Gruppierungen verstanden sich zwar selbst als christlich, doch wurden sie von Seiten der Kirche nicht als mit dem christlichen Glauben konform angesehen. Sowohl den Katharern als auch den Waldensern gelang es, eine größere Masse an Anhägern hinter sich zu haben. Die Kirche wollte dieser Entwicklung entgegen treten, brauchte aber ein neues Mittel, um Erfolg zu haben. Dies führte zur sukzessiven Ausbildung der Inquisition.
In einer Videoreihe soll die Inquisition näher beleuchtet werden und dabei auch dargestellt werden, dass einiges, was man von der Inquisition zu wissen vermeint, ins Reich der Mythen und Legenden gehört.
Das Video behandelt die Geschichte und Arbeitsweise der spanischen Inquisition vom 15. bis zum 19. Jahrhundert. Im Mittelpunkt steht die Frage, weshalb die spanische Inquisition entstand und gegen welche Gruppen sie vorging. Das Medium erläutert die politische und religiöse Situation Spaniens nach der Vereinigung von Kastilien und Aragon durch Isabella I. von Kastilien und Ferdinand II. von Aragon. Besonders ausführlich werden die Verfolgung der Conversos, also zum Christentum konvertierter Juden, sowie der Moriscos, also konvertierter Muslime, dargestellt. Zudem erklärt das Video die Organisation der spanischen Inquisition mit ihren Tribunalen, den sogenannten Autos da Fé und der Rolle des Generalinquisitors Tomás de Torquemada. Ebenso wird gezeigt, wie die Inquisition gegen Lutheraner und andere als häretisch angesehene Gruppen vorging und welche Bedeutung der Index verbotener Bücher besaß. Abschließend wird die Frage diskutiert, wie viele Opfer die spanische Inquisition tatsächlich forderte und inwiefern das Bild einer besonders grausamen Institution historisch differenziert betrachtet werden muss.